Implantat in die Schwellkörper des Penis

Dem von erektiler Dysfunktion betroffenen Manne bietet sich eine ganze Reihe von Therapiemöglichkeiten. So kann beispielsweise bei einem auftretenden Gendefekt der Testosteronspiegel durch Zugabe von Spritzen erhöht werden, wodurch die Libido zunimmt. Auch bieten bereits die Ernährungsumstellung und der Verzicht auf Nikotin und übermäßig Alkohol die Chancen, die Potenz nachhaltig zu verbessern. Ausreichend Bewegung gehört ebenfalls zu den einfachen Methoden. Selbst Gespräche mit Therapeuten und dem Partner lösen nicht selten seelische Blockaden, die auch die Potenz betreffen. Liegt jedoch eine Erkrankung der Prostata vor, ist nicht selten eine Operation unumgänglich. Dadurch können unter Umständen, je nach Schwierigkeitsgrad, einzelne Nervenstränge verletzt werden, so dass die Erregungsleitung gestört wird. Erektionen können ausbleiben, vielleicht sogar für den Rest des Lebens.

Für solche besonders schweren Fälle von Impotenz bietet die Medizin Lösungen durch das Einsetzen von Implantaten an. Allerdings empfehlen Ärzte deren Anwendung nicht jedem, da sich hinter diesen Eingriffen eine unausweichliche Irreversibilität verbirgt. Operationen am Penis sind nicht ohne Risiko und ein Eingriff kann ohne weiteres die Schwellkörper zerstören, so dass im Anschluss Erektionen auf normalem Wegen nicht mehr möglich sind.

Arten von Schwellkörperimplantaten

Biegsame Implantate

Zwei Methoden bieten sich dabei an. Zum einen kann vermittels der sogenannten biegsamen Implantate die Erektion gesteuert werden. Diese Form der Implantierung umfasst die Einführung zweier Kunststoffzylinder in die Schwellkörper der Gliedes. Die Anwendung ist denkbar einfach: Ist eine Erektion gewünscht, biegt Mann oder sein Partner die Zylinder nach oben und die Erektion ist vollzogen. Nach dem Sex die Zylinder einfach wieder nach unten biegen, die Erektion ist vorbei. Ein Orgasmus kann dadurch mühelos erreicht werden. Allerdings liegen die Nachteile auf der Hand, behält doch der Penis auch im erschlafften Zustand seine volle Größe. Peinlichkeiten, etwa im Schwimmbad, bleiben da nicht aus. Schnell wird dem betroffenen Manne eine angebliche Dauererektion zugewiesen, was zu erheblichen Komplikationen im Alltag führen kann.

Hydraulisches Prinzip

Die andere Methode arbeitet nach einem hydraulischen Prinzip. Wie bei den biegsamen Implantaten werden auch hier spezielle Zylinder in die Schwellkörper eingeführt, zusätzlich jedoch noch eine Pumpe im Hodensack installiert. Das nötige Flüssigkeitsreservoir befindet sich dann in der Bauchhöhle. Wird die Pumpe durch den Mann oder den Partner betätigt, entsteht eine Erektion, Umfang und Länge des Gliedes nehmen schnell zu. In der Pumpe befindet sich auch ein Ventil, durch welches ein Ablassen des Drucks und damit der Erektion erreicht wird.

Die Vorteile liegen auf der Hand. So bietet das hydraulische Implantat eine gewisse Steuerung der Erektion, vermeidet dabei allerdings die unangenehmen optischen Ausformungen der biegsamen Methode. Die Operation selbst dauert etwa eine Stunde, der Aufenthalt im Krankenhaus ist mit einer Woche nicht allzu lang bemessen. Auch wird die Methode von den Medizinern immer wieder gern empfohlen, da sie eine natürlichere Erzielung von Erektionen gewährleistet.

Fazit zu Schwellkörperimplantaten

Wer von Impotenz betroffen ist, sollte deshalb nicht den Mut verlieren. Zwar klingt das Einsetzen von Implantaten nach schweren, nachhaltigen Eingriffen, im Alltag jedoch bietet gerade die hydraulische Methode viele Vorteile. Sex ist ein Grundbedürfnis des Menschen und wer von Störungen seiner Geschlechtlichkeit betroffen ist, sollte in jedem Fall an einer Behebung arbeiten. Ansonsten drohen psychische Belastungen, die zu weiteren Erkrankungen führen können.

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