Mangelnde Libido

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Als Libido bezeichnet der Forscher das sexuelle Verlangen des Menschen. Ist dieses ausgeprägt und aktiv, kann von einer gesunden Libido gesprochen werden. Ist das Verlangen hingegen verkümmert, der Mensch sexuell desinteressiert oder vielleicht auch sexuell frustriert, ist zusammengefasst seine Libido ungenügend, möglicherweise krankhaft vermindert. Auftretende Impotenz, Erektions- und Erregungsstörungen können aufgrund eines solchen Libidoverlustes entstehen. Obwohl es natürlich immer physische Schwankungen gibt und mancher Organismus etwa auf Wetterreize gesondert reagiert, ist das Auftreten von Symptomen der Impotenz in den allermeisten Fällen ein Warnsignal.

Körperliche Ursachen für Libidoverlust

Schlechte Angewohnheiten sind schuld

Treten Erektionsstörungen gehäuft und plötzlich auf, ist unbedingt ein Arzt zu konsultieren. Dieser untersucht den Betroffenen und kann bestimmen, welche Gründe für das Problem vorliegen. Als Ursachen kommen beispielsweise physische, das heißt körperliche Störungen in Frage. Der Arzt bespricht mit dem Patienten die Vorgeschichte und den Lebenswandel. Daraus lassen sich bereits verschiedene Schlussfolgerungen ziehen. Übermäßiger Alkoholkonsum, starkes Rauchen oder deutliches Übergewicht können Impotenz und Libidoverlust zumindest begünstigen, wenn auch nicht unbedingt dauerhaft auslösen. Eine Blutuntersuchung und verschiedene Tests erbringen weitere Klarheit.

Hormonelle Störungen

Oftmals konstatiert der Mediziner dann eine Hormonstörung. Das Sexualhormon Testosteron, welches sowohl Männer wie Frauen produzieren, gewährleistet einen gewissen Hormonspiegel, der sexuelles Verlangen gewährleistet. Bei Männern ist der Testosterongehalt ungleich höher als bei den Frauen, so dass eine Störung dieses Haushalts massive Einschränkungen zur Folge hat. So kann eine verminderte oder gar ausbleibende Produktion des Hormons vorliegen, die dann im Effekt die gesamte Libido stört.

Um einem problematischen Testosteronspiegel begegnen zu können, wurden verschiedene Langzeittherapien entwickelt. Eine Zufuhr des Hormons von Außen soll dabei den Spiegel verbessern und die Libido wieder normal funktionieren lassen. Möglich ist dabei das Setzen einer sogenannten Monatsspritze, durch welche der betroffene Mann des Testosteronhaushalt steuert. Auch ein speziell entwickeltes Gel, das täglich auf die Haut aufzutragen ist, verbessert die Zufuhr von Testosteron. Ist dessen Mangel die Ursache für die Erektionsprobleme, kann mit diesen Behandlungsmöglichkeiten sicher und verträglich Abhilfe geschaffen werden.

Weitere körperliche Ursachen für einen Libidoverlust

Darüber hinaus sind physisch betrachtet noch andere Ursachen für eine ungenügende Libido möglich. Eine Schilddrüsenunterfunktion beispielsweise fungiert nicht selten als Grund für mangelnde sexuelle Lust. Diesbezügliche Untersuchungen des Blutes geben darüber Aufschluss. Auch hier können Tabletten helfen. Ähnliches gilt für einen ausgeprägt erhöhten Prolaktinwert. Dieses Hormon, von dessen Störungen vor allem Frauen betroffen sind, kann bei Männern auch Erektionsprobleme und eine gestörte Libido hervorrufen.

Psychische Ursachen für Libidoverlust

Auf der anderen Seite wird der Arzt eventuell auch massive psychische Probleme als Verursacher für den Verlust der Libido ausmachen. So behindern etwa ausgeprägte Angststörungen das sexuelle Empfinden, genauso wie Depressionen oder Minderwertigkeitsgefühle. Um diesen Schwierigkeiten zu begegnen, empfiehlt sich neben einer möglichen medikamentösen Behandlung auch der Gang zum Therapeuten. Speziell ausgebildete Psychologen, die vorzugsweise auch auf dem Gebiet der Sexualpsychologie bewandert sind, können durch Gespräche mit dem Patienten eine Verbesserung seiner Probleme erreichen.

Nicht selten liegt nämlich einer sexuellen Unlust auch eine akutes, ungelöstes Beziehungsproblem zugrunde. Möglicherweise ist die sexuelle und emotionale Kommunikation der Partner irgendwie beeinträchtigt, auftretende Impotenz sorgt beim Manne vielleicht für Frustration, bei der Frau oder dem Sexualpartner eventuell für Verweigerung. In jedem Fall sollten solche Störungen ernst genommen werden, da sogar eine unbewußte physische Ablehnung des Partners vorliegen kann.

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