Testosteronmangel als Grund für erektile Dysfunktion

Testosteronmangel

Ein sexuell aktiver Mann verfügt über einen gesunden und ausgeglichenen Testosteronspiegel. Dieses Sexualhormon findet sich bei beiden Geschlechtern, seine Bedeutung für Libido und Potenz ist freilich für den Mann ungleich größer. Liegt eine erektile Dysfunktion vor, wird der behandelnde Mediziner zunächst nach eventuellen psychischen Gründen fragen und die Vorgeschichte des Patienten auf mögliche Beeinträchtigungen abklopfen. So sind Alkohol und Nikotin in Unmengen regelrechte Potenzkiller, weshalb sie unbedingt in Maßen genossen werden sollten. Auch Übergewicht kann die Libido nachhaltig beeinträchtigen, eine Verkalkung der empfindlichen Arterien im Penis ist nicht nur für die Potenz gefährlich, sondern betrifft den gesamten Organismus. Schlaganfälle beispielsweise können auftreten, auch Infarkte sind dann möglich.

Warum ist Testosteron für die Potenz wichtig?

Sind psychische Faktoren oder der Lebenswandel als Ursache für die Erektionsstörungen auszuschließen, wird mit der Blutuntersuchung und den Tests zum Testosteronspiegel durch den Arzt schließlich Klarheit geschaffen. Des Öfteren ist ein gestörter Spiegel die Ursache für Impotenz und Erektionsstörungen. Schlicht gesagt: Wird zu wenig oder gar kein Testosteron produziert, leidet die Libido und die Potenz. Das sexuelle Verlangen und Empfinden basiert auf diesen chemischen Prozessen, schon geringe Schwankungen habe erhebliche Auswirkungen.

Testosteron wird zu etwa 90 % Prozent in den Hoden des Mannes gebildet, der Rest findet sich in den Hormonfabriken der Nebennieren. Ein erwachsener Mann produziert zwischen 4 und 10 Milligramm, abhängig von seiner Konstitution und seiner Lebensweise.

Ursachen für einen Testosteronmangel

Testosteronmangel Ursachen

Stellt nun der Arzt einen tatsächlichen Testosteronmangel fest, kann das wiederum verschiedene Ursachen haben. Da es sich bei der Produktion allerdings um einen chemisch-hormonellen Prozess handelt, sind psychische Ursachen ausgeschlossen. So gut wie immer liegt eine direkte Erkrankung oder ein genetischer Mangel vor. Eine Unterproduktion des Spiegels lässt sich nicht psychisch hervorufen.

Als genetische Ursache kommt deshalb zunächst das sogenannte „Klinefelder – Syndrom“ in Frage. Bei dieser Genstörung verfügt der betroffene Mann über ein überzähliges X-Chromosom. Dadurch entsteht Testosteronmangel, es wird schlicht nichts oder viel zu wenig hergestellt. Demzufolge ist die sexuelle Aktivität massiv eingeschränkt. Meist zeigt sich dieses Syndrom beim Manne ab dem 25. Lebensjahr.

Auch die als „Kallmann-Syndrom“ bezeichnete genetische Störung sorgt für einen mangelhaften Testosteronspiegel. Bei diesem Phänomen ist ein Mann von 100.000 betroffen, die ungenügende Produktion des Hormons zieht sich dabei durch alle Lebensalter. Ungesunder Lebenswandel unterstützt den Mangel noch zusätzlich, so dass die Libido unter Umständen ganz zum Erliegen kommt. Erektionsprobleme sind dann die Regel. Vor allem Alkohol hat darauf den größten Einfluss.

Natürliche Verringerung des Testosteronspiegels

Ab dem 40. Lebensjahr verringert sich der Testosteronspiegel auf natürliche Weise. Jedes Jahr verliert der Mann dann etwa 1% Prozent seiner Sexualhormone. Diese als „Wechseljahre des Mannes“ bezeichnete Spanne, die durchaus bis ins hohe Alter verläuft, sorgen für ein natürliches, aber nicht krankhaftes Nachlassen der Libido. Erektile Dysfunktion ist im Alter völlig normal, kann aber mit den entsprechenden Medikamenten wie Viagra behandelt werden.

Liegt freilich eine echte Störung durch genetische Ursachen dem Problem zugrunde, empfiehlt sich die Aufnahme einer effektiven Langzeittherapie. Dabei wird das fehlende Testosteron künstlich dem Manne zugeführt, der Spiegel steigt und die Potenzstörungen hören auf. Sowohl die Monatsspritze, bei der Mann monatlich das Hormon verabreicht bekommt, wie auch das täglich aufzutragende Testosterongel erzielen gute und verträgliche Ergebnisse.

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