Untersuchung und Diagnose von erektiler Dysfunktion

urologie

Impotenz des Mannes werden in der medizinischen Fachsprache als erektile Dysfunktion bezeichnet. Die meisten Männer leiden im Laufe ihres Lebens darunter, aus den unterschiedlichsten Gründen. Stress, die falsche Ernährung oder Gendefekte – in jedem Fall leidet die Libido und damit auch die eigentliche Potenz. Treten die Probleme öfters auf, ist ein schleuniger Gang zum Urologen unbedingt anzuraten. Nicht selten verstecken sich hinter der scheinbaren Unlust im Bett weitreichende Erkrankungen des Körpers im Allgemeinen. Wird die erektile Dysfunktion nicht untersucht und geklärt, kann es sein das gefährliche Krankheiten unentdeckt bleiben.

Krankengeschichte des Patienten

Zuständig für Erkrankungen des Unterleibes und der Geschlechtsorgane sind Urologen und Andrologen. Letzere sind sogar auf die Fortpflanzungsorgane des Mannes allein spezialisiert, während Urologen auch Frauen behandeln. Zunächst wird sich der behandelnde Arzt dabei über die Krankengeschichte des Patienten informieren. Liegen bereits Symptome oder Erkrankungen anderer Natur vor? Gab es im Leben des Mannes größere Operationen oder Verletzungen? Welche Medikamente nimmt der Patient ein? Manchmal reichen bereits diese Hinweise aus, um der erektilen Dysfunktion auf die Spur zu kommen. Manche Arznei hat auf die Libido einen hemmenden Effekt, nicht richtig auskurierte Verletzungen können ebenso verantwortlich sein.

Lebensweise und -situation des Patienten

Als nächstes wird die persönliche Lebenssituation des Patienten beleuchtet. Liegen hier bereits viele Risikofaktoren vor, ist eine fruchtbare Diagnose durchaus bereits in diesem frühen Stadium der Untersuchung möglich. So ist allseits bekannt, dass gerade Rauchen und übermäßiger Alkoholkonsum einen nicht geringen Einfluss auf die Potenz des Mannes haben. Auch Konflikte in der Partnerschaft sind als Ursache für die Potenzstörungen möglich. Empfindet beispielsweise der Mann seinen Partner nicht mehr als attraktiv oder bestehen unterschiedliche Auffassungen von Sexualität kann das die Potenz massiv beeinflussen.

Aus diesem Gespräch gewinnt der Arzt einen größeren Überblick und stellt die Natur der Beschwerden fest. Sind sie psychisch verursacht, etwa durch Probleme mit dem Partner, greifen natürlich andere Behandlungsmöglichkeiten als bei ernsten physischen Erkrankungen. Um gerade diese effektiv und genau zu erfassen, sind unter Umständen weitere Untersuchungen nötig.

Die eigentliche Untersuchung

Standard-Untersuchungen

So betastet der Arzt die für die Potenz wichtigsten Körperregionen. Dazu zählen eine Untersuchung der Brust, der Genitalien selbst, des Blutes und auch eine sogenannte Palpation. Letztere betrifft die Abtastung des Unterbauches, speziell der Leber- und Leistengegend. Gerade dort finden sich nicht selten die Verursacher für eine erektile Dysfunktion.

Auch die Prostata wird untersucht. Sie zählt als klassische Geschlechtsdrüse zu den sehr oft verantwortlichen Regionen, da sie vor allem bei Männern mittleren und höheren Alters vergrößert ist. Eine solche abnorme Veränderung bedingt sehr oft die unerwünschten Erektionsschwächen. Eine Blutanalyse verspricht hingegen Aufschluss über mögliche Belastungen durch Blutfette und Cholesterin. Bewegt sich der Eiweißstoff der Prostata, das PSA, in auffälligen Werten, kann das ein Hinweis auf den gefährlichen Prostatakrebs hinweisen.

Schwellkörper-Untersuchung

Bringt auch das Blut keine Ergebnisse, testet der Arzt die eigentlichen Schwellkörper des Penis. Ein Schwellkörperinjektionsstest in Verbindung mit dokumentierendem Ultraschall bringt Klarheit über den Zustand der wichtigen Blutgefässe. Dabei gibt der Arzt dem Patienten ein gefäßerweiterndes Medikament, das eine unmittelbare Erektion hervorruft. Gleichzeitig wird der Blutfluss im Glied gemessen, um mögliche Schäden an den Schwellkörpern oder den Blutgefässen festzustellen.

Für jede der genannten Untersuchungsergebnisse wird der Arzt gemeinsam mit dem Patienten eine hilfreiche Strategie entwickeln, die dem Mann seine Erektionsfähigkeit zurückgeben kann und die weitere Erkrankungen verhindern soll.

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