Vardenafil: Wirkung, Erfahrungen und Nebenwirkungen

Neben den Wirkstoffen Viagra und Cialis ist noch ein drittes Potenzmittel auf dem Markt erhältlich, das einen gewissen Marktanteil für sich beanspruchen kann: Levitra, hergestellt vom deutschen Pharmakonzern Bayer in Kooperation mit dem britischen Pharmakonzern GlaxoSmithKline. Dieses Produkt war das letzte der drei Medikamente, das die Zulassung für den Verkauf in Deutschland bekam. Das war im Jahr 2003. Seitdem hat es sich als Potenzmittel genau zwischen Viagra und Cialis eingereiht, da seine Wirkdauer länger als Viagra und kürzer als Cialis ist. Die Nebenwirkungen von Vardenafil ähneln denen von Viagra. Außerdem ist Vardenafil etwas billiger als die anderen beiden Produkte.

Wirkungsweise von Vardenafil

Grundsätzlich unterscheidet sich Vardenafil nicht von Sildenafil oder Tadalafil. Es gehört wie diese beiden Stoffe auch zu den PDE-5-Hemmern. Diese sogenannten Inhibitoren blockieren das Enzym PDE-5 – dieses Enzym leistet normalerweise (bei gesunden Männern) eine wichtige Funktion, denn es baut nach und nach den Botenstoff cGMP ab, sodass nach einer gewissen Zeit die Erektion abklingt und das Blut wieder vom Penis zurückfließen kann.

Gäbe es das PDE-5-Enzym nicht, würde durch den zu langen Stau des Blutes bei der Erektion das Gewebe im Penis geschädigt werden. Prinzipiell leistet das PDE-5-Enzym also eine sinnvolle Aufgabe. Wenn man aber Erektionsprobleme hat, gibt es insgesamt zu wenig cGMP im Penis, sodass die Abbaufunktion des PDE-5-Enzyms dazu führt, dass das Blut viel zu früh aus dem Penis abfließt. Dadurch ist keine Erektion mehr möglich.

Wirkung von Vardenafil im Detail

Vardenafil verhindert diesen Mechanismus, indem es das PDE-5 blockiert. Somit ist wieder genug cGMP im Penis vorhanden, sodass die Blutzufuhr zum Penis wieder optimal funktioniert. Die Folge: Eine Erektion ist nun wieder möglich und kann auch lange genug gehalten werden.

Vardenafil ist in der Lage, das PDE-5 zwischen 8 und 12 Stunden lang zu blockieren. Seine Wirkung hält damit länger als Viagra an (2 bis 4 Stunden) und kürzer als Cialis (bis zu 36 Stunden). Bezüglich des Zeitpunkts, an dem die Wirkung des Medikaments eintritt, gibt es keine großen Unterschiede: etwa 30 Minuten vor dem Geschlechtsverkehr sollte das Arzneimittel eingenommen werden.

Nebenwirkungen von Vardenafil

Zu den Nebenwirkungen, die der Wirkstoff verursachen kann, gehören vor allem Kopfschmerzen, Rötungen der Haut (besonders im Gesicht) und eine Entzündung der Nasenschleimhaut. Das Positive ist hierbei, dass in Studien und Kontrolluntersuchungen diese Nebenwirkungen nur von kurzer Dauer und geringem Schweregrad waren. Kontraindiziert ist Vardenafil insbesondere bei Männern mit Herzproblemen und Männern, die Nitrat-haltige Medikamente einnehmen.

Fazit und Tipps zu Vardenafil

Vardenafil hat sich also als echte Alternative zu Viagra und Cialis erwiesen. Besonders wenn die Dauer des Geschlechtsverkehrs länger als ein paar Stunden, aber kürzer als ein ganzes Wochenende sein soll, bietet sich Vardenafil anstelle von Sildenafil und Tadalafil an.

Wenn man sich für diesen PDE-5-Inhibitor entschieden hat, ist es wichtig, darauf zu achten, dass man es nicht mit zu fetten Speisen einnimmt, da sich die Absorptionszeit dadurch verlängern kann.

Es wurde zudem festgestellt, dass Grapefruit und Grapefruit-Saft die Nebenwirkungen von Vardenafil verstärken können. Abgesehen von diesen beiden Ausnahmen ist es möglich, Vardenafil mit oder ohne Nahrung einzunehmen.

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