Yohimbe: Das pflanzliche Aphrodisiakum

Yohimbe

Yohimbe ist ein natürliches Aphrodisiakum, das aus der Rinde des westafrikanischen Yohimbe-Baumes gewonnen wird. Die dunkelbraune Rinde enthält einen psychoaktiven Wirkstoff. Dieses Alkaloid nennt sich Yohimbim. Es regt die Durchblutung im Beckenbereich an und macht die Nerven in diesem Bereich empfindlicher. Zudem senkt es den Blutdruck.

Yohimbe wird nicht nur als natürliches Potenzmittel eingesetzt, sondern auch als Mittel gegen seelisch wie organisch bedingte Erektionsstörungen und teilweise für örtliche Betäubungen. In Westafrika wird die Rinde schon lange zur Potenzsteigerung verwendet. Unter anderem nutzen ihn die Massai für Initiations- und Stammesrituale, die bisweilen bis zu 14 Tage dauern können.

Wirkung des pflanzlichen Potenzmittels

Der Wirkstoff Yohimbin beeinflusst biochemische Prozesse, die für die Erektion zuständig sind. Er hemmt das so genannte alpha-2-adrenerge System. Dieses Netzwerk aus Nervenzellen ist maßgeblich an der Ausschüttung des Stresshormons Adrenalin beteiligt. Wenn Sie nun den Wirkstoff Yohimbim zu sich nehmen, werden die Rezeptoren blockiert, die für die Adrenalin-Ausschüttung zuständig sind. Das Stresshormon wird heruntergefahren. Sie können besser entspannen.

Hinzu kommt, dass durch die alpha-2-Blockade das Glied stärker durchblutet wird. In diesem Punkt ähnelt Yohimbe übrigens Viagra. Außerdem bewirkt Yohimbim eine erhöhte Ausschüttung des Nervenbotenstoffes Noradrenalin, der den Teil des Gehirns anregt, der für den Sexualtrieb zuständig ist.

Nebenwirkungen von Yohimbe

Yohimbe wird von der Schulmedizin als pflanzliches Aphrodisiakum anerkannt. In Tablettenform ist der Wirkstoff verschreibungspflichtig. Als homöopathische Lösung und spagyrische Essenz können Sie ihn dagegen auch ohne Rezept kaufen. Grund für die Vorsicht: Der Wirkstoff, der in Afrika hauptsächlich als Tee konsumiert wird, hat eine ähnlich aufputschende Wirkung wie Kokain und kann auch unangenehme Nebenwirkungen haben.

So kann es bereits in niedrigen Dosen zu Hitzewallungen, Unruhezuständen, Übelkeit und Herzrasen kommen. Eine Überdosierung führt oft zu einer Dauererektion, Benommenheit, Halluzinationen bis hin zum Atemstillstand. Deshalb sollten Sie Yohimbe nicht nach eigenem Ermessen einnehmen. Vor allem in Kombination mit Koffein kann sich die Wirkung noch verstärken.

Sie sollten ganz auf die Einnahme von Yohimbe verzichten, wenn Sie an Magen-Darm-Erkrankungen, Herz-, Leber- oder Nierenproblemen und hohem oder niedrigem Blutdruck leiden. Auch für psychisch Kranke ist das Mittel nicht geeignet.

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