Potenzmittel-Plagiate: Wie man die Orginale erkennt

Viagra® und Co. werden von zahllosen Online-Apotheken im Internet angeboten. Es gibt vermutlich nichts bequemeres als ein Potenzmittel einfach online zu bestellen und es dann nach Hause geliefert zu bekommen. Ganz diskret, versteht sich. In vielen Fällen sind die Produkte sogar deutlich günstiger als in der Apotheke und noch dazu ohne Rezept erhältlich. Ja, das Internet ist verführerisch. Leider ist in den Potenzmitteln nicht immer das drin, was man erwartet hat. So ist es schon vorgekommen, dass für ein paar blaue Tabletten aus Milchzucker viel Geld bezahlt wurde.

Gefälschte Potenzmittel?

Wenn Sie durch den Anfang ein wenig verunsichert wurden, dann ist das gut so, denn man sollte nicht blind im Internet Potenzmittel kaufen. Aber bei den Vorfällen mit gefälschten Potenzmitteln von denen man ständig in den Medien hört, handelt es sich zu 90% um reine Panikmache. Immerhin müssen die Medien jeden Tag etwas Dramatisches schreiben.

Ja, es werden häufig Potenzmittel aus dem Ausland beim Zoll beschlagnahmt. In den Medien werden diese dann als gefälschte Potenzmittel bezeichnet, dabei handelt es sich aber meist einfach um Potenzmittel-Generika. Das Ganze wird dann als Verbrechen gegen die Menschheit dargestellt, obwohl die Generika die gleiche Wirkung zeigen und dabei beträchtlich günstiger sind. Selbstverständlich gibt es schwarze Schafe.

Wenn man betrachtet, wieviele Generika man in der Apotheke bekommen kann, ist die Medienhetze extrem lächerlich. Ein Beispiel: Das bekannte Aspirin+C, welches von Bayer vertrieben wird, beinhaltet als Wirkstoff Acetylsalicylsäure und Vitamin C. Genau die gleiche Kombination wird als ASS+C von Arzneimittelherstellern wie Hexal, Ratiopharm oder 1A-Pharma angeboten. Nur halt um 2 und 5 Euro billiger. ASS+C ist also das Generikum von Apsrin+C. Also sofort beschlagnahmen, wenn Sie diese in der Apotheke sehen. Es gibt sogar Pharmaunternehmen wie Ratiopharm, die nur Generika herstellen.

Wie Orginale sich schützen

Pfizer verwendet als erstes Pharmaunternehmen für seine Verpackungen die Colour-Shift-Ink-Technologie. Dieses Verfahren wurde bereits für Banknoten eingesetzt und soll nun die Viagra-Verpackung fälschungssicher machen. Das abgebildete Hologramm des Pfizer-Logos besteht aus drei sehr komplexen Schichten, von denen aus einem Blickwinkel immer zwei transparent sind.

Außerdem werden die Seitenlaschen der neuen Schachteln zugeklebt und mit einer Warnung versehen, dass geöffnete Packungen nicht eingesetzt werden dürfen. Eine sehr gute Maßnahme, denn wahre Fälscher (keine Generika) sind dafür bekannt, sogar Orginalverpackungen zu benutzen. Viagra zählt zu den am häufigsten kopierten bzw. gefälschten Medikamenten in Europa. Es werden aber nicht nur Viagra-Tabletten gefälscht. Der Zoll zog im Jahr 2005 nur in Deutschland etwa 530.000 gefälschte Tabletten und Kapseln aus dem Verkehr.

Fazit zu “gefälschten” Potenzmitteln

Sicherlich gibt es auf dem Markt der Medikamente einige schwarze Schafe. Die wirklichen Fälschungen lassen sich aber meist sehr einfach erkennen. Wenn Sie Original Viagra rezeptfrei kaufen und dann lose und vielleicht dazu noch runde Pillen zugeschickt bekommen, dann haben Sie es mit einer Fälschung zu tun.

Im Bereich der Potenzmittel kommen alle Generika aus Indien. Dies hat einen einfachen Grund, denn die Pharmakonzerne können sich in Indien den Wirkstoff nicht patentieren lassen, sondern nur das Verfahren. Somit ist es den indischen Pharmakonzernen wie Ajanta Pharma, Ranbaxy oder Cipla möglich die Medikamente nachzubauen. Dabei sollte erwähnt werden, dass die großen indischen Pharmafirmen auf westlichem Niveau arbeiten.

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