Tierische Potenzmittel

Tierische Potenzmittel zählen zu den ältesten Aphrodisiaka überhaupt. Schon vor Jahrtausenden entwickelten sich Mythen um tierische Produkte, welche die Potenz steigern sollten. Meist zeigten diese Mittel keinerlei Wirkung, da der Glaube aber bekanntlich Berge versetzt, kam es dann doch in manchen Fällen zum erhofften Resultat. Um an die wertvollen Aphrodisiaka zu gelangen ist der Mensch nicht zimperlich, so mussten viele Tiger, Haie und Nashörner im Namen der Potenzsteigerung ihr Leben lassen. Die Einführung von Viagra im Jahre 1998 rettete zahllosen Tieren die “Haut”. Im Folgenden werden die bekanntesten tierischen Potenzmittel vorgestellt.

Wirksame tierische Potenzmittel

Aga-Kröte

Die Aga-Kröte und noch einige andere Kröten- Pilz und Pflanzenarten produzieren einen Wirkstoff namens Bufotenin, welcher typischen Halluzinogenen wie LSD gleicht. Neben des halluzinogenen Effektes, kommt es beim Menschen auch zu einer Steigerung der Erektionsfähigkeit und der Libido.

Spanische Fliege

Die Spanische Fliege gehört zu den bekanntesten Aphrodisiaka überhaupt und wird aus dem metallisch-grünen Ölkäfer Cantharis vesicatoria gewonnen. Normalerweise wird der Käfer zermahlen und dann in einer Flüssigkeit aufgelöst. In dieser flüssigen Form kann das tierische Potenzmittel gefahrlos eingenommen werden. Gefahrlos? Der Wirkstoff Cantharidin wurde in früheren Zeiten auch für Meuchelmorde und Hinrichtungen verwendet, da er konzentriert in geringen Dosen tödlich für den Menschen ist.

Der potenzfördernde Effekt rührt daher, dass beim Urinieren eine sehr starke Reizung von Harnblase und Harnröhre eintritt. Durch diese Reizung kommt es zu einer extrem harten und lange andauernden Erektion, welche nicht ungefährlich ist. In Deutschland darf die Spanische Fliege nur in homöopathischen Dosen vertrieben werden.

Außer Placebo-Effekt garnichts los

Früher glaubte man, dass man durch das Verzehren eines Tieres auch dessen Eigenschaften übernimmt. Aus dieser Zeit stammen auch die meisten tierischen Potenzmittel.

Nashornpulver

Vor allem bei Männern in Asien erfreut sich das Nashornpulver größter Beliebheit. Die Männer dort sind überzeugt von der Wirkung, denn nicht ohne Grund dauert die Begattung bei Nashörnern im Durchschnitt vier Stunden! Nachgewiesenermaßen alles vollkommener Blödsinn, aber wie immer gilt, der Placebo-Effekt ist nicht zu unterschätzen. Leider wurde aufgrund dieses Aphrodisiakas die Art extrem dezimiert.

Tigerextrakte

Für einen männlichen Tiger ist es kein Problem mehrere Weibchen binnen kurzer Zeit zu begatten. Ganz logisch also, dass wenn ich als Mann einen Tiger esse, seine Libido auf mich übergeht. Tigerfleisch ist genau aus diesem Grund immernoch das Objekt der Begierde von Männern, welche unter Libidoverlust leiden.

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