Was passiert bei einer Erektion?

Um des Mannes bestes Stück und seine Funktionsweise zu verstehen, ist zunächst der Penis in seinem physischen Aufbau zu betrachten. Wie alle Körperteile funktioniert er auch nach einfachen Konstanten, deren Störung oder Beeinträchtigung vielfältige Ursachen haben kann. Das männliche Glied besteht aus glatten Muskelzellen und den sogenannten Schwellkörpern. Diese sind für die Erektion selbst besonders wichtig, da sie sich bei einer Reizung mit Blut füllen und den Penis aufrichten. Selbst bestehen die Schwellkörper aus Muskelfasern und feinen Nervensträngen, empfänglich für Reize und zur Weiterleitung der für die Erektion notwendigen Informationen.

Wie eine Erektion entsteht

Bei sexueller Erregung füllen sich die Arterien im Penis und erweitern sich massiv, was die Muskelzellen wiederum erschlaffen lässt. Dadurch steigt die Blutzufuhr an, die Schwellkörper werden größer. Eine Erektion ist die Folge. Damit diese freilich auch Bestand hat, sorgt der sich bildende Füllungsdruck dafür, dass das feine Venengeflecht abgeklemmt wird und nur sehr wenig Blut wieder zurück fließt. Der Penis befindet nun solange in eregiertem Zustand, bis der sexuelle Reiz nachlässt beziehungsweise bis der Mann einen Orgasmus mit Ejakulation hatte.

Befähigung einer Erektion

Rückenmark und Nervensystem des Parasympathicus

Ein eregierter Penis weist etwa die zwei- bis vierfache Länge gegenüber dem erschlafften Zustand auf, der Durchmesser erweitert sich auf bis zu das Dreifache. Der physische Grund für die Befähigung und Auslösung einer Erektion findet sich sowohl im unteren Rückenmark wie auch im Nervensystem des Parasympathicus. Dieser ist ein Teil des vegetativen Nervensystems und damit verantwortlich für die Regeneration des Körpers und seiner Bestandteile. Zudem sorgt der Parasympathicus auch für den Aufbau von Energiereserven.

Impulsgeber sind der Schlüssel

Bei der Erektion spielen die beiden Impulsgeber die entscheidende Rolle. Ihr gemeinsames Wirken stellt im Idealfall eine gesunde und damit normale Befähigung zur Erektion sicher. Durch den Informationsfluss über das Rückenmark gelangen die im Gehirn aufgenommenen physischen Reize blitzschnell in das Erektionszentrum, was wiederum die Aufrichtung des Penis bewirkt.

Auslösung einer Erektion

Reize die zur Erektion führen

Auslöser für Erekionen können vielfältiger Natur sein. In erster Linie sind es physische Reize, etwa Berührungen, ein spezieller Geruch, Wärme oder auch ein erregendes Geräusch. Den Sinnesreizen ist dabei keine Grenze gesetzt, stets richtet sich die Disposition des sexuell aktiven Mannes auf willkommene und erregende körperlich empfindsame Kontakte. Ähnliches gilt natürlich auch für die Empfängnis von psychischen Reizen. Sie sorgen für eine Erektion, auch wenn gar kein direkter körperlicher Kontakt mit erregenden Reizen vorliegt. Allein der Gedanke an sexuelle Reize kann eine Erektion auslösen.

Sexuelle Disposition des Mannes

Dabei entscheidet natürlich wiederum die sexuelle Disposition des Mannes, seine Vorstellungen rekrutieren sich an seiner grundsätzlichen sexuellen Vorlieben und Einstellungen. Ist der Mann etwa homosexuell, wird der Gedanke, die geistige Beschäftigung mit Frauen, kaum eine Erektion auslösen. Selbst wenn diesen Auslösern die genetische und damit physische Ausstattung zugrunde liegen mag, bietet doch die Welt der Gedanken und der Emotionen viele Gelegenheiten, um sexuell aktiv zu werden. Die beiden Ursachen stehen deshalb in einem engen Zusammenspiel und lassen sich auch nur schwer voneinander gesondert betrachten.

Ende der Erektion

Nach dem Höhepunkt der sexuellen Erregung, was zumeist mit dem Orgasmus und dem Samenerguss zusammenhängt, schwillt der Penis wieder ab, das Blut fließt aus den Schwellkörpern ab. Fachlich bezeichnet der Forscher diesen Vorgang als „Detumeszenz“, die Ausschüttung der Hormone Oxytocin und Prolaktin unterstützt das Abschwillen und sorgt für eine Ermüdung des verausgabten Mannes.

In manchen Fällen geht die Erektion auch nach dem Orgasmus nicht zurück, was der Arzt als möglicherweise krankhaften „Priapismus“ bezeichnet. Der betroffene Mann sollte unbedingt einen Urologen aufsuchen, da auf Dauer die empfindlichen Schwellkörper schwer geschädigt werden können.

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