Potenzsteigerung gibt es nur auf Rezept

Fehlende Libido, Erektionsprobleme und mehr: Was tun, wenn Mann nicht kann? Da hilfen laut den Produkttestern von „Öko-Test“ nur verschreibungspflichtige Medikamente. Sie haben Potenzmittel und frei käufliche Lustbringer getestet und meinen, dass man trotz großer Auswahl Arzt oder Apotheker aufsuchen sollte. Die Testergebnisse sind jedoch enttäuschend. „Mangelhaft“ und „ungenügend“ sind dabei die Ergebnisse aller geprüften Medikamente. Erworben wurden diese in Erotikshops und fielen vor allem wegen der Vielfalt an Wirkstoffe auf. Pflanzenextrakte schienen die Liste zu kontrollieren, mit Koffein als eines der beliebtesten Inhaltsstoffe. Außerdem wurden Vitamine und Mineralstoffe ganz „nach dem Gießkannenprinzip verteilt“, so die Tester. Aphrodisiaka mögen zwar in den Sexshops dominieren, im Bett wird wohl eher auf das Potenzmittel Viagra zurückgegriffen.

Impotenz ist die Unfähigkeit eine Erektion zu bekommen oder diese lang genug für den Geschlechtsverkehr erhalten zu können, und dies über einen längeren Zeitraum. Viele die unter ED leiden, denken dass es die eigene Schuld ist und sind deswegen wütend oder depressiv. Manch einer verliert sogar die Lust am Sex und Beziehung können oft darunter leiden.

Leere Versprechen

„Öko-Test“ meint ebenfalls, dass die Pharmaunternehmen, die die Medikamente und angebliche Aphrodisiaka erzeugen, nichts weiteres als leere Versprechen anbieten. So werden die Mittel oft als „Elixier zur Entfaltung eurer Leidenschaft“ angepriesen. Dass die Inhaltsstoffe jedoch keine wissenschaftlich nachgewiesene Wirkung haben, wird nicht mal im Kleingedruckten erwähnt.

Nur etwa sechs Produkte erhielten die Note „sehr gut“. Diese waren dann auch alle verschreibungspflichtig. Neben der bekannten Viagra-Pille befinden sich Arzneimittel der Hersteller Meda Pharma, Bayer Pharma sowie Schwarz Pharma. Außerdem teilt das Deutsche Pharmaunternehmen Lilly den Platz auf der Liste der positiv-abgeschnittenen Medikamente. Sogar Prominente wie der „Playboy“-Gründer Hugh Hefner schwören auf das Produkt Viagra.

Rezeptpflichtige Arzneimittel sind und bleiben somit die Vorreiter in Sachen Potenzproblemen. Der Grund ist, dass diese Inhaltsstoffe beinhalten, die auf eine andere Art und Weise die Erektion beim Mann fördert. Meist fördern sie den Blutzufluss im Penis und stimulieren somit eine lang andauernde Erektion. Dem Geschlechtsverkehr steht dann nichts mehr im Wege.

Unterschiedliche Präparate für verschiedene Effekte

Um ein gerechtes Ergebnis zu erhalten, haben die Prüfer selbst nicht an den Tests teilgenommen. Hingegen holte sich die Zeitschrift die Meinung eines assoziierten Medizinprofessors. Dann wurde erstmals nachgeforscht ob es wissenschaftliche Nachweise der Wirksamkeit der Inhaltsstoffe gibt. Interessant ist es hierbei, dass immerhin zwei verschreibungspflichtige Potenzmittel nur mit der Note „befriedigend“ abschnitten.

Beispiel Yohimbin: Yohimbin ist eine Substanz, die als Aphrodisiakum auf dem Deutschen Markt verkauft wird. Der Wirkstoff wird aus der Rinde des Yohimbe-Baumes gewonnen und soll die Durchblutung im Genitalbereich anfordern. Hier wurde die Wirksamkeit zur Erektionsförderung nur bedingt nachgewiesen. Denn die Menge, die man für sichtbare Resultate einnehmen müsse, gibt es nur auf Rezept.

Rezeptpflichtig bedeutet meist besser

Nur eines der zehn getesteten Präparate, die rezeptpflichtig sind, wie Viagra, Cialis und Levitra, bekam die Note „ungenügend“. Verschreibungspflichtige Medikamente sind somit noch immer die sicherste Alternative zu altmodischen Geräten wie Penispumpe oder schmerzhaften Injektionen in den Schwellkörper.

Nebenwirkungen konnten bei keinem der getesteten Produkte ausgeschlossen werden. Interessant ist allerdings, das gerade die beliebte Viagra-Tablette die meisten Nebeneffekte hervorruft.

Angebliche Aphrodisiaka und rezeptfreie Präparate sind zwar oft einfacher aufzutreiben und billiger als ihre verschreibungspflichtigen Konkurrenten, zeigen jedoch auch keine wissenschaftlich-bewiesene Wirkung. Am besten lässt man von solchen Mitteln lieber die Finger. Sie haben den Test mit den Noten „mangelhaft“ oder „ungenügend“ jedenfalls nicht bestanden.

Kein rezeptpflichtiges Medikament sollte öfters als einmal pro Tag eingenommen werden, da das Risiko auf schwerwiegende Nebenwirkungen dadurch deutlich erhöht wird. In seltenen Fällen kann es bei einer Überdosierung sogar zu Todesfällen kommen. Die Dauer der Wirkung ist von Pille zu Pille verschieden; während Viagra nur 4 Stunden wirkt und somit in der Regel 30 Minuten vorm Sex geschluckt wird, kann Cialis immerhin bis zu 120 Minuten vor dem Geschlechtsverkehr eingenommen werden. Die gelbliche Pille wirkt meist bis zu 24 Stunden.

Der Name Lifestyle-Medikament ist trügerisch

Leichtsinniger Umgang mit dem Medikamenten sollte übrigens vermieden werden. Denn viele Männer wissen nicht, dass Viagra und Co. oft einige schmerzhafte Nebenwirkungen mit sich bringen. So sind Schwindelanfälle, Kopfschmerzen, Magenbeschwerden sowie kurzfristige Sehstörungen keine Seltenheit bei der Benutzung eines Potenzmittels. Außerdem kann es bei einer Kombination mit anderen Medikamenten zu schwerwiegenden gesundheitlichen Problemen kommen. Betroffene, die solch negative Effekte erlebten, klagten vor allem von Problemen mit dem Herz-Kreislauf, der Durchblutung und der Herzfrequenz.

Am besten verzichten diejenige, die bereits täglich Medikamente gegen Erkrankungen schlucken müssen, auf Potenzmittel oder lassen sich vor Verwendung vom Haus- oder ausgebildeten Facharzt über mögliche unerwünschte Nebenwirkungen beraten. Oft können hier auch andere Lösungen zur Steigerung der Erektionsfähigkeit gefunden werden. Operationen und Prothesen sind hier die Vorreiter der alternativen Behandlungen der Erektilen Dysfunktion.

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