Steigende Manneskraft als Problem

Seit über 10 Jahren sorgt Viagra für die Potenzfähigkeit der Männer Deutschlands. Doch auch wenn die kleine Wunderpille vieles einfacher macht, kommen damit einige Probleme. Vor allem im Bett leidet die ein oder andere ältere Frau unter dem Druck ihres Mannes. Denn dank steigender Manneskraft können ihre Männer nun öfter und länger. Obwohl es schon seit etlichen Jahren Gehilfen für Erektionsprobleme gibt, greift heutzutage fast jeder Betroffene zu Viagra. Früher verwendete man hauptsächlich aufwendige Geräte wie Vakuumpumpen oder schmerzhafte Spritzen. Doch auf dies können die meisten Männer gerne verzichten, denn sinnlich ist die Verwendung einer Vakuumpumpe keinesfalls.

Blaue Pille änderte die Welt

Seit der Erfindung Viagras ist die Beliebtheit solcher Potenzpräparate somit eindeutig gestiegen. Laut Studien verwendet die kleine Pille mittlerweile jeder zehnte Deutsche Mann, der an Erektionsstörungen leidet. Die kann dann auch ganz unauffällig kurz vor dem Geschlechtsverkehr eingenommen werden ohne dabei große Aufmerksamkeit auf das Problem mit dem besten Stück zu ziehen. Das Zufallsprodukt der medizinischen Forschung für Arzneimittel funktioniert, indem die Muskeln, die den Blutzufluss in den Penis zurückhalten, geschwächt werden. Somit kann das Blut in den Schwellkörper einfließen und eine Erektion entstehen.

Billig ist das blaue Wundermittel allerdings nicht. Umso mehr Männer suchen deswegen online nach der Pille ohne darauf zu achten, ob die billig angebotenen Medikamente überhaupt die richtigen Wirkstoffe beinhalten. Viagra ist nämlich aus gutem Grund rezeptpflichtig: Die übers Internet vertriebenen Tabletten sind meistens Fälschungen, die nicht richtig dosiert sind oder (wenn überhaupt) falsche Wirkstoffe beinhalten. Der Verkauf solcher Medikamente ist deswegen illegal und wer Viagra übers Internet verbilligt bestellt, geht das Risiko ein, gefährliche Nebeneffekte zu erleiden. Wer auf die blaue Pille nicht verzichten will, sollte also unbedingt einen Arzt aufsuchen und das Produkt legal in einer Apotheke erwerben.

Heutzutage sollen um die 25 Prozent aller deutschen Männer an Potenzproblemen leiden. Diese Zahl ist laut Medizinern wahrscheinlich um einiges höher, denn viele der Betroffenen wollen nicht zugeben, oder wissen erst gar nicht, dass sie Potenzprobleme haben. Dies soll sich in den nächsten Jahren jedoch rasant ändern. Denn immer weniger Männer finden, dass die Impotenz eine Erkrankung ist, sondern viel mehr eine „Nebenwirkung“ die mit dem Alter kommt. Heutzutage ist die Potenzunfähigkeit, auch erektile Dysfunktion genannt, ganz normal und keinesfalls etwas, wofür man sich schämen muss.

Viagra als Grund für scheiternde Ehen

„Frauen in ihren fünfziger und sechziger Jahren werden von ihren Männern unter Druck gesetzt zu wiederholtem und länger andauerndem Sex, um die teure Tablette nicht zu vergeuden.“ Dieser Meinung ist zumindest die Neuseeländerin Annie Potts. Seit Jahren untersucht sie was der zunehmende Viagra-Konsum für die Beziehungen bedeutet. Denn immer häufiger wird die Ursache für scheiternde Beziehungen und Ehen auf Viagra geschoben. Probleme sollen auftreten, da sich der Mann sozusagen in seine Jugend zurückversetzt fühlt – ins Teenie-Alter, wo er seine sexuelle Bestzeit erlebte.

Amerikanischen Ehetherapeuten geben jedoch hier nicht dem Mann, sondern einer fehlenden Kommunikation mit dem Partner die Schuld. Denn die Männer sehen in dieser Situation meist nicht, dass sich die Partnerin unter Druck gesetzt fühlt, und oft mit dem aufregenden Sexualleben nicht mithalten kann. Die weiblichen Wechseljahre sorgen gleichzeitig dafür, dass die ältere Frau ihr gebärfähiges Alter ausgelebt hat und der Körper somit auf den Geschlechtsverkehr verzichten könnte. Dem Mann hingegen wird es durch Potenzmitteln wie Viagra ermöglicht, bis zu vier Jahrzehnte länger Spermien zu erzeugen.

Die Tatsache, dass Männer nun in der Regel den Geschlechtsverkehr für etliche Jahre länger genießen dürfen, verändert auch die Tendenz von Ehepaaren, Kinder zu bekommen. Mit künstlicher Befruchtung ist es heutzutage durchaus möglich, mit 60 Jahren schwanger zu werden und ein Kind zu gebären. In diesem Fall belasten die späten Kinderwünsche die Ehe meist zusätzlich.

Wie soll man mit der neuen Situation umgehen?

Die beste Lösung ist es hier ebenfalls einen Arzt aufzusuchen. Auch wenn solche intimen Details nicht gerne mit Außenstehenden geteilt werden, kann der Arzt mögliche Verbesserungsvorschläge machen. Eheberatung beim Therapeuten ist hier die beliebteste Lösung. So können auch jegliche Kommunikationsprobleme mit dem Partner offen und ehrlich besprochen und zugleich eine Dritte Meinung eingeholt werden, wobei es dann meist schon hilft, regelmäßig einen Ort zu besuchen wo beide ihre Gefühle äußern können.

Natürlich bedeutet Viagra nicht zwangsläufig das Aus der Ehe. So gibt es unzählige Erfahrungsberichte, indem ältere Frauen das Arzneimittel loben. So meint auch eine 45-jährige Testerin des Produkts: „Ich hätte nie damit gerechnet, dass gleich beim ersten Mal die Wirkung so überwältigend ist. Wir hatten wieder genauso schönen und befriedigenden Sex wie früher. Ich kann wirklich sagen: Viagra hat unsere Ehe gerettet.“ Somit zeigt sich, dass es ganz auf die Betroffenen selbst ankommt und wie sie mit der ungewohnten Situation des erfrischten Sexualtriebs umgehen.

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